Gezinkte Karten

Sie schlagen mit Ihnen jeden Profi Kartenspieler. Mit ihnen führen sie ihre Mitspieler an der Nase herum. Sie manchen jeden noch so blutigen Anfänger zu einem richtigen Zauberprofi: Gezinkte Karten
Gezinkte Karten haben unauffällige Merkmale, die nur dem Besitzer des Decks vertraut sind. Außenstehende erkennen diese Unauffälligkeiten kaum oder wenn dann nur nach stundenlanger Betrachtung. Eine beliebte Methode zum Aufspüren gezinkter Karten ist das „Daumenkino“, d.h. Das schnelle Durchblättern aller Karten. Gut gemachte Decks lassen sich aber auch dadurch nicht identifizieren.

Zinken ist ein nicht alltägliches Wort. Es kommt aus der Zeit der wandernden Handwerkergesellen, welche durch die Lande zogen. Sie markierten die Häuser ihrer letzten Beschäftigungsstellen mit geheimen Zeichen und hinterließen so Botschaften an ihrer Handwerkerkollegen, die nach ihnen zu diesem Haus kommen würden. Das Wort Zinken kommt aus dem Rotwelsch (Ein Sammelbegriff für geheimsprachliche Soziolekte gesellschaftlicher Randgruppen auf der Basis des Deutschen, vorwiegend von Bettlern, unehrlichen Berufen und fahrendem Volk benutzt).

Wir meinen mit Zinken mit Bezug auf gezinkte Karten das Versehen der Kartenrückseite mit bestimmten Zeichen, die dem Falschspieler (oder Zauberer) Informationen über die Karte geben. Das kann durch verschiedene Musterung der Kartenrücken gemacht werden oder durch feine Stacheln, die man nicht sieht aber fühlt (wenn man sich die Haut an den Fingerkuppen dünn feilt.) Exotischer und seltener (jedoch höchst effektiv) sind Zauberkarten die mit spezieller Farbe bedruck sind und die gewisse Zeichen haben, welche man jedoch nur mithilfe eine geeigneten Brille oder Kontaktlinsen sehen kann.

Wenn man sich vor Falschspielern schützen möchte, sollte man nicht mit total fremden Leuten um Geld spielen. Oder man besteht darauf regelmäßig das Deck zu tauschen.
Als Zauberer können gezinkte Karten bei vielen Tricks verwendet werden um beeindruckende Illusionen zu erzeugen.

Achtung: das Spielen um Geld mit gezinkten Karten ist Betrug und wird strafrechtlich verfolgt. Außerdem und das kann eine noch schlimmere Strafe für das erwischt Werden sein, ist die Reaktion der Mitspieler. Der Würfelspielveranstalten G. McManus beispielsweise erschoss den ersten großen New Yorker erster großer Unterweltboss A. Rothstein im Jahre 1928 als er merkte, dass dieser ihn mit gezinkten Karten betrog.

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